QR-Codes – Fluch oder Segen?

In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass mobile Technologien wie QR-Codes den täglichen Umgang mit dem Internet verändern und umgekehrt verändern diese natürlich auch unseren Alltag. Soziale Plattformen und Webseiten setzen mehr und mehr auf Mobilität.

Aber auch in der Werbung, um uns als Kunden und Käufer eines Produktes werden immer öfter Technologien eingesetzt, die es uns möglich machen sollen, immer und überall Informationen einholen oder am Besten gleich kaufen zu können. Manchmal aber stehen die Verbraucher vor den neuesten Errungenschaften der Marketing-Spezialisten und wissen nicht damit umzugehen. Wollen oder verstehen die Kunden diesen Fortschritt überhaupt?

Zu diesen Technologien gehören auch QR-Codes, die wir mittlerweile fast überall sehen können. Sei es in Katalogen, Zeitschriften, Plakaten, auf Fahrzeugen und sogar auf Produkten selbst. Überall möchten die Anbieter dieser schwarz-weißen Muster Kontakt mit potentiellen Kunden aufnehmen oder sie über die Einzigartigkeit ihres Produktes hinweisen.

Aber sind QR-Codes überhaupt die Zukunft des mobilen Marketing oder sind sie vom Aussterben bedroht noch bevor sie von den eigentlichen Nutzern verstanden und akzeptiert wurden?

Wagen wir doch einen Blick auf die QR-Codes.

Abgesehen von der Praxis sind QR-Codes ein einfacher Weg, um digitale Informationen auf mobile Geräte zu bringen. Theoretisch werden also diese Codes mit Hilfe eines Smartphones fotografiert und eine App liest und wandelt ihn in z.B. einen Link um, der den Nutzer auf eine Website weiterleitet. Wir kennen dieses Prozedere. Der Anbieter hat die Möglichkeit zu analysieren wie viele, wann und wie lange diese Website besucht wurde usw.

Die Anwendungsmöglichkeiten bei QR-Codes sind so vielseitig, dass natürlich verschiedene Unternehmen unterschiedliche Einsatzgebiete für sich entdecken und umsetzen.

Auf den ersten Blick ist es nicht ersichtlich was sich hinter einem Code verbirgt. Jedes Unternehmen muss selbst für seine Kampagne werben und den Nutzern erst erklären was ihn erwartet und die Skepsis der Nutzer durchbrechen. Sie müssen erklären was zu tun ist, welche App benötigt wird und wie die genaue Vorgehensweise ist. Was würde passieren, wenn ich den Lesern einer Zeitschrift erklären müsste, dass er zuerst Lesen lernen muss um diese geniale Anordnung von Buchstaben entschlüsseln zu können? Ja, wir können alle lesen aber ihr versteht was ich damit sagen möchte.

Viele Unternehmen verwenden Verknüpfungen auf spezielle Plattformen wie Twitter, Pinterest oder Facebook bei denen weitere Informationen zu finden sind. Was ist, wenn der Kunde keinen Account bei diesen Diensten hat? Er ist sehr wahrscheinlich verdutzt oder sogar verärgert, dass er nicht zu sehen bekommt was er sich erhofft. Eine einfache und kurze Textbeschreibung hätte hier wohl mehr Sinn gemacht als ein QR-Code.

QR-Codes werden im Marketing so schnell wieder unter gehen wie sie aufgetaucht sind. Der Nutzen für den Verbraucher ist einfach zu gering und der Aufwand viel zu hoch.

Aber was kommt nach den QR-Codes? Es gibt einige Ansätze, die in der Theorie wieder vielversprechend erscheinen. Augmented Reality oder NFC (Near Field Communication) sind potentielle Nachfolger. Es sollte jedoch auch hier vor Einsatz dieser neuen Technologien besser nach dem Nutzen für den Kunden gefragt werden statt nach dem Nutzen für den Anbieter.

Krababl

Ich gebe euch Tipps und Tricks für den professionellen Einsatz von Social Media Plattformen. In seiner Freizeit schaut ich dem Internet in die Hose und berichte euch über meine Entdeckungen. Ich liebe Bananen und habe auch Apple schätzen gelernt.

Ein Gedanke zu „QR-Codes – Fluch oder Segen?

  • 24. Februar 2013 um 21:53
    Permalink

    Ich kann aus meiner Erfahrung, also aus den Augen des Nutzers von QR-Codes oder auch aus den Augen es „Nicht-Nutzers“ sprechen.
    Die erste Neugier, kurz nach dem „Populär-werden“ des QR-Codes, brachte mich natürlich schon das eine oder andere Mal dazu, eine „QR-Information“ auszulesen. Oft sind diese Informationen aber leider nicht wirklich interessant für Endverbraucher, so meine Meinung.
    Mittlerweile nehme ich die Codes zwar noch wahr und denke mir meinen Teil dazu… aber nutzen tue ich sie nicht mehr.
    Für mich sind das geheimnisvolle Zeichen…. mehr nicht….
    LG
    Gianna

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